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Verwurzelt in Gottes Wort

8. April 2020

Von Ines Weinzierl // Der vergangene Februar brachte auch etwas sehr gutes – Regen! Sehr viel Regen. Für unsere Landwirtschaft ein Segen. Beim Spaziergang am Liederbach (fließt durch Höchst in den Main), der endlich mal wieder ordentlich Wasser führt, kommt mir Psalm 1 in den Sinn. 

„Glücklich ist der Mensch, der nicht auf den Rat der Gottlosen hört, der sich am Leben der Sünder kein Beispiel nimmt und sich nicht mit Spöttern abgibt. 2 Voller Freude tut er den Willen des Herrn[1] und denkt über sein Gesetz Tag und Nacht nach. 3 Er ist wie ein Baum, der am Flussufer wurzelt und Jahr für Jahr reiche Frucht trägt. Seine Blätter welken nicht, und alles, was er tut, gelingt ihm. 4 Ganz anders aber ergeht es den gottlosen Menschen! Sie sind wie Spreu, die der Wind verweht. 5 Vor dem Gericht Gottes bestehen sie nicht und finden keinen Platz unter den Gottesfürchtigen. 6 Über die Wege der Gottesfürchtigen wacht der Herr, die Wege der Gottlosen aber führen ins Verderben.“ (HFA)

Wir werden hier mit Bäumen verglichen. Bäume sind wichtig für die Natur. Sie können eine Menge. Sie halten die Erde zusammen und schützen so u.a. vor Erdrutschen, sie halten den Wind ab, speichern Wasser, sie spenden Schutz, Schatten und Nahrung. Aber eigentlich tun sie dabei gar nicht viel. Sie stehen einfach nur in der Gegend herum. Wenn ich das jetzt auf mein Leben beziehe, dann finde ich das ziemlich beruhigend. Denn ich fühle mich manchmal eher wie ein Flummi, der umherspringt um alles zu bedienen und allem gerecht zu werden. Aber der Psalmist schreibt hier nicht, dass wir dies und das tun müssen, sondern das wir einfach nur sein dürfen. Sein dürfen in der Gegenwart Gottes. So wie der Baum einfach nur am Bach steht. Das was er tatsächlich aktiv macht, ist seine Wurzeln immer näher zum Wasser hin wachsen zu lassen. Durch das Wasser bekommt er Kraft zu wachsen, Kraft stark zu werden, Kraft Frucht zu bringen. Jesus bezeichnet sich selbst als das Lebensspenden Wasser (vgl. Joh 4).  Wie also strecke ich meine Wurzeln zu ihm aus. Vers 2 gibt uns die Antwort: Gottes Willen tun und über sein Wort nachdenken. Ich habe einmal einen sehr coolen Spruch gehört: Gottes Liebessprache ist Gehorsam. Wenn wir das, was Gott uns in seinem Wort sagt oder persönlich aufs Herz legt, umsetzten, dann freut ihn das wahnsinnig. Und er freut sich, wenn wir sein Wort studieren und ihm so näher kommen und ihn besser kennen lernen wollen. Kleiner theologischer Funfact am Rande: Im hebräischen Original ist das erste Wort dieses Psalms ‚Aschri‘. was man mit ‚glücklich‘, aber auch mit ‚gesegnet‘ übersetzen kann. Das heißt, Gott selbst segnet uns, wenn wir Bibel lesen. Sein Geist hilft uns sie zu verstehen. Wir werden dadurch verändert. Sein Segen ruht dann auf uns. Wie cool ist das denn? (Wenn das im Studium mal so gewesen wäre. Beim Lesen liegt der Segen des Profs auf einem. Da wäre manches Lernen für Klausuren vielleicht weniger zäh verlaufen. ;-) )


Lasst uns also unsere Wurzeln tief in Gottes Wort stecken, damit wir gesegnete und kraftvoll leben können. 

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